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Stefan Häfner: Die Zukunftsstadt
21. Mai bis 19. Juni 2005

Deutsches Architektur Museum
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main
www.dam-online.de

Öffnungszeiten
Di, Do-So 11-18 Uhr
Mi 11-20 Uhr

Unmengen von Räumen und Funktionsbereichen teilen sich eine Geschossebene. Detailliert durchmöbliert, farbig angelegt und mit Glühlämpchen verkabelt werden sie schließlich mit einem Brandschutzkasten gesichert. Unwiederbringlich wird das vollendete Geschoss mit einer Decke geschlossen. Das nächste Geschoss wird darauf gesetzt und kragt vielleicht etwas weiter aus als das darunter liegende. Stetig wächst ein räumlicher Organismus farbiger Zellen, auf ingeniöse Weise zum Tragen gebracht. Wären Stefan Häfner nicht physische Grenzen durch die Reichweite seiner Arme gesetzt, wäre „Die Zukunftsstadt“ noch höher. Würden nicht Türöffnungen einem Transport im Wege stehen, wäre sie noch breiter und länger. Das Gebilde wuchert, und das seit bereits fünf Jahren. Ein erster Baukörper - „Das Wohnhaus“ - ist auf Pilotis aufgeständert im Stil der klassischen Moderne, unterfahren von einer Straßenbahn und über Aufzüge mit der Straße verbunden. Der zweite Baukörper - „Die Fabrik“ - bietet Arbeitsplätze für seine Bewohner. Stockwerksweise aufgereiht sind Maschinen hier. Der dritte Baukörper – „Die Feuerwehr“ – dient der Sicherheit der Bewohner und bietet auch eine schwebend leichte Cafeteria (siehe Buchumschlag) und ein Schwimmbad auf dem Dachgarten. Derzeit wird emsig am nächsten Baukörper – „Das Krankenhaus“ – weitergearbeitet. Stefan Häfner plant und konstruiert, fügt und montiert wie ein Architekt. Seine Baustelle ist zwar vom Maßstab her nur ein Modell, aber dieses Modell ist nicht als Vorstufe einer späteren Realisierung gedacht. Der Modellbaukünstler lebt mit seiner ganzen Phantasie in ihr und für sie. Er kennt jeden Raum und jeden Gegenstand darin, alles folgt seiner sinnvollen Anordnung. Über die Funktionszusammenhänge des gesamten Organismus kann er stundenlang dozieren, und er genießt es, „Die Zukunftsstadt“ auszustellen, um die Zuschauer in seine Welt einzuführen. „Wir müssen daran denken, dass wir nicht nur Häuser bauen, sondern eine Welt“, war das Leitmotiv von Roland Rainer, Altmeister der österreichischen Architektur. Stefan Häfner ist dabei.

„Die Zukunftsstadt“ gehört inzwischen zur Sammlung des DAM. Die Kuratoren der Ausstellung sind Melanie Schmidt und Stefan Kalweit (Atelier Goldstein) und Peter Cachola Schmal (DAM). Das Atelier Goldstein ist eine Einrichtung der Lebenshilfe e.V. Frankfurt am Main. Zur Ausstellung erscheint die 64-seitige Publikation "Atelier Goldstein" , herausgegeben von Peter Cachola Schmal, mit Beiträgen von Christiane Cuticchio, Thomas Heimer, Natalie de Ligt und Selbermann/Christine Vaternahm und gestaltet von Karin Schmidt, Freiburg.
Sie kostet im DAM 10,- Euro.

Die Ausstellung und die Herstellung der Publikation wurden gefördert von Nassauische Heimstätte.

Zur Ausstellungseröffnung am 20.05.2005 sprachen:

Ingeborg Flagge, Direktorin DAM
Peter Cachola Schmal, Kurator DAM
Stephan Hau, Sigmund-Freud-Institut Frankfurt, Universität Lingköping:
Innenwelten — Außenwelten. Über die Entdeckung von Traumwelten und deren Verschwinden (Word-Datei, 45 KB)

Für Musik sorgten DJ Yook und DJ Helix vom Club Kiew

Presseecho

Frankfurter Rundschau vom 31. Mai 2005 (PDF-Datei, 184 KB)
Frankfurter Neue Presse vom 30. Mai 2005 (Word-Datei, 31 KB)
FAZ vom 20. Mai 2005 (PDF-Datei, 393 KB)
Jan Rinke über die Ausstellungen Stefan Häfner und Kisho Kurokawa, deutsch | englisch

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